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Fällt es dir schwer, Gefühle wahrzunehmen und zu benennen? Auch bei deinem Partner kannst du Gefühlsregungen nur schwer einordnen? Es kann sein, dass du eine Form von Alexithymie hast. Was das genau ist, wie es sich auf  eine Beziehung auswirkt und wie du damit umgehen kannst erfährst du hier.

Alexithymie ist ein Persönlichkeitsmerkmal

Alexithymie ist keine Krankheit und auch keine Persönlichkeitsstörung. Umgangssprachlich wird sie als Gefühlsblindheit bezeichnet und ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Das griechische Kunstwort Alexithymie bedeutet "nicht lesen können von Emotionen". Gefühlsblinde haben Mühe, ihre eigenen Gefühle und die ihres Umfelds wahrzunehmen und zu verbalisieren.

Menschen mit Alexithymie kopieren Gefühlsregungen ihres Umfelds und lernen von ihren Mitmenschen wann es angemessen ist zu lachen oder zu weinen. Sie spiegeln also häufig die Emotionen anderer, da sie ihre eigenen nicht erkennen. Das Persönlichekeitsmerkmal kann natürlich unterschiedliche Intensitäten aufweisen. Vielleicht kennst du jemanden, der seine Gefühle gar nicht wahrnehmen kann und jemanden, der seine Gefühle zwar wahr nimmt, aber manchmal Mühe hat, sie zu verbalisieren.

Gefühlsblindheit ist nicht gleich Gefühlslosigkeit

Gibt es Menschen ohne Gefühle? Werden bei einer Person keine Emotionen wahrgenommen, wirkt sie kalt und unnahbar. Sofort wird sie als gefühlslos eingestuft. Doch es ist nicht so, dass man keine Gefühle hat, sondern dass die Gefühle selbst nicht gesehen werden. Es ist also eine Gefühlsblindheit, ausgelöst durch den fehlenden Zugang zu sich selbst.

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Symptome der Alexithymie – wie erkenne ich Gefühlsblindheit?

Körperliche Symptome wie ein schneller Herzschlag bei Angst oder Schmetterlinge im Bauch bei Verliebtsein können nicht verknüpft werden mit dem zugrundeliegenden Gefühl. Dies kann zu Verwirrung und Unsicherheit führen.

Können Gefühle nicht identifiziert und eingeordnet werden, kann auch nicht darüber gesprochen werden. Um seelische Belastungen zu verarbeiten, treten manchmal psychosomatische Beschwerden auf. Diese dienen als Ventil und können sich folgendermaßen äußern:

  • Ständiges Unwohlsein
  • Schlafstörungen
  • Magendarmbeschwerden
  • Chronische Schmerzen
emotionslos

Jeder 10. ist von Alexithymie betroffen

In einer Studie der Universitäten Düsseldorf und Leipzig hat sich herausgestellt, dass in Deutschland 10% der Bevölkerung davon betroffen sind. Das sind 8 Millionen Menschen. Und doch wird nicht darüber gesprochen. Habe Mut und sprich über das, was du fühlst und was du nicht fühlst, denn viele Leute um dich herum erleben exakt dasselbe wie du.

Alexithymie kann zu Beziehungsproblemen führen

Empfindest du Liebe für deinen Partner? Wie bringst du dies zum Ausdruck? Die soziale Interaktion stellt für Menschen mit Alexithymie oft eine große Herausforderung dar.

Gefühlsblindheit wird häufig als Gefühlskälte bezeichnet, denn rationale Entscheidungen stehen im Vordergrund. Somit sind Handlungen rein zweckorientiert. Für Zärtlichkeit und Romantik ist oft kein Platz. Nicht nur die eigene Gefühlswelt bleibt einem verschlossen, sondern auch die des Partners. Dazu kommt, dass Bedürfnisse des Gegenübers nicht wahrgenommen werden und somit nicht darauf eingegangen wird.

In einer Beziehung kann dies dazu führen, dass sich der Partner nicht geliebt fühlt. Auseinandersetzungen und Streit sind vorprogrammiert. Um dem entgegenzuwirken kann mit einem Therapeuten über mögliche Gefühle gesprochen werden.

Lerne in einer Therapie mit Alexithymie umzugehen

Wenn du bei dir oder deinem Partner Anzeichen für Alexithymie feststellst, kann euch eine Paartherapie oder ein Einzelcoaching weiterhelfen. Dabei wird das bewusste Gefühlserleben gefördert. Als betroffene Person lernst du deine Gefühle zu spüren, erkennen, benennen und damit umzugehen. Als Partner lernst du den Betroffenen/die Betroffene besser zu verstehen.

Sinnvolle Ansätze sind erlebnisorientierte Verfahren wie kommunikative Bewegungstherapie oder Expositionstherapie. Die Dauer hängt einerseits von der Ausgeprägtheit der Alexithymie ab, andererseits von der Offenheit, etwas ändern zu wollen.

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Kundenbewertungen

4.8/5 von 124 Bewertungen.

Marion

Endlich wieder glücklich

Nach 5 Jahren Ehe hatten wir unsere erste große Krise. Mit Hilfe von Paartherapie haben wir es geschafft unsere Probleme aufzuarbeiten und wieder liebervoller miteinander umzugehen.

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Therapie hat uns geholfen

Das ständige Streiten und die Anspannungen in unserer Beziehung waren für meinen Partner und mich wahnsinnig anstregend. Trotzdem wollten wir die Beziehung nicht so einfach aufgeben. Unsere Therapeutin hat uns geholfen mehr Verständnis für einander aufzubringen und uns gezeigt, wie wir an unserer Beziehung effektiv arbeiten können. Heute sind wir wieder ein glückliches Paar!

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Meine letzte Trennung hat mich schwer mitgenommen. Danach konnte ich einfach niemanden mehr Vertrauen. Gefühle zu einem Partner haben in mir Verlustängste und Zweifel ausgelöst. Ich wollte mich auf eine Beziehung einlassen, aber ich konnte einfach nicht. Ich wollte so nicht weitermachen und habe mich meinen Ängsten gestellt. Heute bin ich glücklich in einer Beziehung.