Psychodrama

Psychodrama – Rollenspiele, Gruppentherapie oder nur Theater?

Das Therapieverfahren verwendet tatsächlich Elemente szenischer Darstellung und kann mit Vorsicht mit einem Theaterstück verglichen werden. Beim Psychodrama liegt der Fokus auf der Darstellung eines Konflikts, wenn dem Patienten bekannt; der Konfliktaufdeckung und/oder der Änderung von Verhaltensweisen des Patienten.

Begründer des Psychodramas ist der österreichische Arzt Jakob L. Moreno. Während seiner beruflichen Laufbahn kam er zu der Erkenntnis, dass jeder Mensch kreatives Potential hat, das sich allerdings nicht über Gespräche, sondern über direktes Handeln entfaltet und nur so ein Lernprozess in Gang gesetzt werden kann, der Konflikte sichtbar und verständlicher zu machen und so zum Umdenken bewegen kann.

Wie verläuft eine Psychodrama-Therapie?

Das Psychodrama wurde in und für Gruppen entwickelt, kann aber auch in Einzeltherapie erfolgen. Die sogenannte „Gruppe“ setzt sich in der Regel aus einem Psychodramenleiter (Therapeut, Berater) und bis zu 14 Teilnehmern (Mitspieler sowie Protagonist) zusammen.

Der Psychodramenleiter nimmt die Rolle des Außenstehenden ein, leitet die Gruppe an, steht als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung und beobachtet das Geschehen. Die Rolle des Protagonisten wechselt von Sitzung zu Sitzung und verkörpert den Hilfesuchenden. Die restlichen Mitspieler helfen ihm, eine von ihm gewählte Situation oder Wunschthematik, unter seiner Anweisung einer jeden Rolle, zu inszenieren.

Das Verfahren gliedert sich in Erwärmungs-, Aktions-, Integrations- und Auswertungsphase. Innerhalb dieser Phasen können verschiedene Techniken angewendet werden, die den Mitspielern als auch dem Protagonisten helfen können, Dinge klarer zu sehen, zu beobachten und zu verstehen.

Behandlung von Depressionen, Überwindung von Ängsten, Hilfe bei Suchtproblemen. Warum sollte ich eine Psychodrama-Therapie in Erwägung ziehen?

Laut dem Deutsche Fachverband für Psychodrama kann die aktive Teilnahme an der Psychodrama-Therapie positiven Einfluss auf Bewältigung von Angst- und Suchterkrankungen, Linderung psychosomatischer Beschwerden sowie Überwindung von Depressionen haben.

Sie hilft dabei sich bewusst und willens mit problematischen Thematiken der eigenen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder auch Imagination auseinanderzusetzen.

Allerdings ist auch dieses Therapieverfahren nicht für jeden geeignet, da es aktives und kreatives Handeln, Ausdruck von Gefühlen vor einer großen Gruppe, Einfühlungsvermögen sowie Vorstellungskraft fordert.
Während der Therapie sind die Teilnehmer dem Hochkommen von starken, erlebten Emotionen ausgesetzt, die zu Überforderungen führen können. Deshalb ist es ratsam von Beginn an einen erfahrenen Trainer an Ihrer Seite zu haben.

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