Isolation, Kommunikationsprobleme und Verhaltensauffälligkeiten – Anzeichen für Probleme innerhalb der Familie

Zunehmende Verhaltensauffälligkeiten, Streitigkeiten und Missverständnisse? Das Gefühl von Ratlosigkeit und negativer Stimmung? Sich häufendes Anschweigen oder Anbrüllen? Gründe für das Ausbrechen von Familienproblemen können viele sein; sei es Stress und Überforderung im Alltag einzelner Familienmitglieder, Eheprobleme oder die Trennungssituation der Eltern, aber auch ein psychisch erkranktes Familienmitglied oder gar der Verlust eines. Ursachen können Folgen anderer Ursachen oder Auslöser sein, die die Kette fortsetzen bis diese in starke, festgefahrene Konflikte ausarten oder bereits bestehende Konflikte noch weiter verstärken.

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein eine Familientherapie in Erwägung zu ziehen, um die Familie erneut Mittelpunkt und festen Bestandteil der Entspannung und positiver Energie des Alltags werden zu lassen.

Was ist eine Familientherapie?

Ihren Ursprung hat das Therapieverfahren in den USA der 1950er Jahre. Man wurde sich dessen bewusst, dass viele Probleme im Kontext der Familie betrachtet werden müssen, um Konfliktherde aufdecken und verstehen zu können. Das Therapieverfahren wurde zu Beginn für Familien mit psychisch krankem Familienmitglied entwickelt, ist seit 2008 in Deutschland als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt und wird heute immer häufiger im Kontext von Arbeitsteams oder Organisationen eingesetzt

Ziel ist es durch Einbeziehung aller konfliktbetreffenden Familienmitglieder oder der gesamten Familie, Konflikte aufzudecken, zu lösen und nachhaltige Veränderungen herbeizuführen, die den Familienalltag zu einem positiven Ergebnis führen.

Wichtig ist, Familie nicht mehr nur im engeren Sinne zu verstehen, sondern im weiteren - dazu zählen enge Freunde und Verwandte, Patchwork-Familien, Partner.

Wie verläuft die Familientherapie? Welche Formen gibt es?

Bei der Familientherapie finden sich alle Teilnehmer zusammen ein und werden vom Therapeuten nach Sichtweisen und Bedürfnissen zu einem Problem oder einer Situation befragt, ohne dass dieser in irgendeiner Form Partei ergreift. Über die Befragung und den gleichzeitig stattfindenden Austausch kann der Therapeut (unterschwellige) Konflikte und Missverständnisse aufdecken und versuchen Lösungen bzw. auch neue Verhaltensweisen zu finden.

Um zu einem positiven und erfolgreichen Ergebnis zu gelangen, ist wichtig, dass sich alle betroffenen Familienmitglieder oder die gesamte Familie auf freiwilliger Basis und Vertrauen zur Therapie einfinden – ist dies nicht der Fall, muss auch das akzeptiert werden. Das bedeutet nicht, dass das Therapieverfahren nicht forgesetzt werden kann.

Familientherapie bedeutet nicht nur sich mit aktuellen Problemen eines Familienmitgliedes zu beschäftigen, sondern kann sich auch verstärkt auf die Vergangenheit einzelner Mitglieder und/oder Beziehungen innerhalb der Familie fokussieren. Es gibt verschiedene Formen der Familientherapie, die vom Psychotherapeuten empfohlen bzw. angewendet werden können:

  • Verhaltenstherapeutische Familientherapie;
  • Psychoanalytische Familientherapie;
  • Systematische Familientherapie;
  • Familienberatung.

Probleme lösen, Familienfrieden wiederherstellen, Beziehungen positiv verändern. Warum ist eine Familientherapie ratsam?

Seine eigenen Konflikte oder Probleme mit anderen zu erkennen und zu lösen, tut nicht nur der eigenen Seele gut, sondern auch seiner unmittelbaren Umwelt. Familie sollte die Funktion eines starken Ankers im Alltag einnehmen und mit positiven Gefühlen assoziiert werden können. Die Familientherapie eignet sich insofern hervorragend für Veränderungen zum Positiven, als das typische Verhaltensmuster und der Umgang miteinander direkt beobachtet und an den Wurzeln des Problems angesetzt werden können. Sei es Angst, Verlust, Trauer, Traumata und negative Erfahrungen der Vergangenheit, Stress, Beziehungsprobleme jeglicher Art und mögliche Gründe dafür, Vertrauensbrüche.

Um die für Sie und Ihre Familie am besten geeignete Form zu finden, ist es immer ratsam, sich mit einem Familientherapeuten zusammenzusetzen und Ihre Sorgen mit diesem zu besprechen.

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